David Schidlowsky

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Dr. David Schidlowsky

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Biographie


David Schidlowsky, Lehrbeauftragter und Literaturwissenschaftler, wurde in Detmold als Sohn des chilenisch-israelischen Komponisten Leon Schidlowsky und der Klavierlehrerin Susanne geboren. Bis Ende 1968 lebte er in Santiago de Chile, wo er die Jüdische Schule (Instituto Hebreo) besucht hat. Im Jahr 1969 übersiedelte er nach Israel. Er lebte im Kibbuz Ma´abarot bis 1976 und danach in Tel Aviv, wo er in einem Foto Labor, einem Buchverlag und einer Buchhandlung arbeitete. Anfang 1979 beendete er am Abendgymnasium sein Abitur. Im gleichen Jahr übersiedelte er nach Hamburg und seit 1980 lebt er in Berlin, wo er verschiedene wissenschaftliche und künstlerische Tätigkeiten ausübt.

Im Jahr 1983 nahm er sein Studium Lateinamerikanistik und Theaterwissenschaften an der Freien Universität Berlin auf. Anfang 1987 unternahm er eine Studienreise nach Porto Alegre, Brasilien. Sein Magister Artium schloss er 1990 mit einer Monographie über den Roman Das seltsame Volk des Rafael Mendes des jüdisch-brasilianischen Schriftstellers Moacyr Scliar ab. Dieser Text wurde in Berlin 1996 beim Wissenschaftlichen Verlag Berlin veröffentlicht.

Zwischen 1987 und 1994 produzierte er verschiedene Dokumentarfilme unter anderen über den Aufenthalt des brasilianischen Schriftstellers João Antônio in Berlin und über musikalische Ereignisse, die in Berlin stattfanden.

Um über den chilenischen Dichter Pablo Neruda zu recherchieren, fuhr er zwischen 1994 und 1999 nach Chile. Im gleichen Jahr beendete er seine Biographie über die ersten 40 Lebensjahre des chilenischen Dichters und mit ihr erlangte er den Doktorgrad der Philosophie. Dieser Text wurde im gleichen Jahr auf Spanisch durch den Wissenschaftlichen Verlag Berlin publiziert.

Zwischen 1995 und 2005 war er als Lehrbeauftragter der Freien Universität Berlin und für ein Semester als Gastprofessor an der Katholischen Universität Chiles tätig. Außerdem war er zwischen 1996 und 2002 am Ibero-Amerikanischen Institut tätig.

Im Jahr 2003 veröffentlichte der Wissenschaftliche Verlag Berlin die erste Version seiner kompletten Biographie über Pablo Neruda. Es ist eine private Edition von 80 nummerierten Exemplaren, die meisten davon an Forschern und Spezialisten verschenkt und 30 zum Verkauf angeboten wurden. Zu dieser Biographie sind zahlreiche Kommentare und Rezensionen in Chile, Deutschland, Mexiko und den USA erschienen.

Ende 2004 hat in Zusammenarbeit mit der chilenischen Dichterin Ana Maria Briede Westermayer zwei kurze experimentelle Filme gedreht.

Zwischen 2004 und2007 aktualisierte und korrigierte er seine Biographie über Pablo Neruda mit neuen inzwischen gefundenen und publizierten Dokumenten. Der chilenische Verlag RIL Editores veröffentlicht den neuen Text im September 2008 in zwei Bänden mit 1.520 Seiten. Diese Veröffentlichung ist durch zahlreiche Interviews, Kommentare und Kritiken in wichtigen chilenischen oder mexikanischen Zeitungen und Zeitschriften, wie El Mercurio, La Tercera und Ercilla aus Chile und Reforma aus Mexiko rezipiert worden. Im gleichen Jahr publizierte er in Deutschland zwei Bücher auf Deutsch über verschiedene Aspekte des Lebens von Pablo Neruda.

In den letzten Jahren beschäftig er sich mit Forschungen, Publikationen und Vorträgen in Deutschland, die Niederlande, Chile und Israel.
Seit Februar 2015 arbeitet er an einem Dokumentarfilm über das Ladino, die Sprache der sephardischen Juden, deren Vorfahren auf der iberischen Halbinsel lebten, bis sie im Jahre 1492 aus Spanien und 1497 aus Portugal vertrieben wurden (https://www.indiegogo.com/projects/bushkida-in-search-of-the-jewish-spanish-language#/).